rechts von der Moderation Judith Eurlings: Rob Riedl und Olrik Müller

Grenzüberschreitend Auszubildende finden

Jungen Menschen über die Grenze hinaus eine Chance geben

Anläßlich der Veranstaltung „Grenzenlose Unternehmen“ im Eurode Business Center berichteten ein deutscher Unternehmer und ein niederländischer Schuldirektor von Ihrer Zusammenarbeit, um jungen Menschen eine Zukunft zu geben.

Fachkräftemangel ist vor allem auch ein Mangel an der Fachkräfteverteilung. Daher haben der Unternehmer Olrik Müller vom Großhandel KFW-Team aus Herzogenrath und der niederländische Schuldirektor Rob Riedl aus Kerkrade beschlossen jungen Menschen über die Grenze hinaus eine Chance zu geben.

Rob Riedl ist als Leiter eine Sekundarschule in Kerkrade gefordert Schülerinnen und Schüler eine Zukunftsperspektive zu bieten. Da das niederländische Ausbildungssystem sehr theoretisch ist und die duale Ausbildung nicht kennt, fallen junge Menschen, die nach vielen Jahren Schule eine praxisorientierte Arbeit benötigen, oft durch das Raster.

Olrik Müller leitet ein Großhandelsunternehmen in Herzogenrath und Kerkrade. Daher und als Mitglied des Technologieausschusses der IHK Aachen, sowie als Vorsitzender eines Prüfungsausschusses der zum Europakaufmann führt, ist sein Blick über die Grenze gerichtet.

"Wir kennen uns durch das Projekt 'Kein Abschluß ohne Anschluß',“ erzählt Rob Riedl, „nachdem wir zehn Minuten miteinander gesprochen hatten, beschlossen wir, nicht nur über grenzenloses Unternehmertum zu reden, sondern sofort etwas zu tun.“

Seit vier Jahren haben die Jugendlichen von der Sekundarschule in Kerkrade-Holz daher die Möglichkeit das duale Ausbildungssystem in Deutschland kennenzulernen. Hierzu kommen deutsche Auszubildende in die Schule in Kerkrade und berichten über ihren Beruf. Wer Interesse hat, dem bietet sich anschließend die Möglichkeit ein Praktikum in Deutschland zu machen und hierbei auch gemeinsam mit dem Auszubildenden die Berufsschule zu besuchen. Die Zusammenarbeit zwischen den Auszubildenden und den Sekundarschülern ist hierbei für beide Seiten ein Gewinn.

Partner dieses Projektes ist, für kaufmännische Auszubildende neben dem KFW-Team von Olrik Müller, das Berufskolleg Herzogenrath und für Interessenten im Bereich Erzieher/innen und Altenpfleger/innen die AWO Aachen Land.

„Die Grenze sitzt bei vielen Menschen im Kopf und oft vor allem bei den Eltern“ erläutert Olrik Müller die größten Hindernisse und ergänzt, „und auch in den Unternehmen. Wir könnten gerade im gewerblichen Bereich und im Handwerk interessante junge Menschen vermitteln. Stoßen aber auf nur geringes Interesse der deutschen Unternehmen.“ Rob Riedl führt dazu aus, „wir versuchen das zu ändern. Der Arbeitsmarkt wartet auf praktisch veranlagte ‚Hände‘ und diese sollten beiderseits der Grenze viel mehr geschätzt werden. Wir sind ein kleines, konkretes und grenzüberschreitendes Vorbild - eine Chance für die Schüler, die Wirtschaft und die Euregio! Ein Beispiel, das von noch mehr Parteien aufgegriffen werden sollte. Nur wenige Enthusiasten werden benötigt, um eine Vision zu teilen!"

Foto: Wolfgang Strauch, KFW-Team

Datum:05.03.2019

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