Schütz von Rode

Kurz vor Weihnachten des Jahres 1283 rückte unter der Führung von Winnemar von Gijmenich erneut ein brabantisches Heer gegen Herzogenrath vor.

Bild: Skulptur Schütz von Rode
Kurz vor Weihnachten des Jahres 1283 rückte unter der Führung von Winnemar von Gijmenich erneut ein brabantisches Heer gegen Herzogenrath vor.

Die Burg mit ihren Festungsanlagen wurde belagert. Die Folge war, dass die eingeschlossene Bevölkerung unter Lebensmittelmangel litt.

Als der Anführer der Belagerer mit seinen Rittern eine Inspektion der Stadtmauern und Befestigungsanlagen vornahm, ließ sich ein Mitglied der Herzogenrather Bürgerwehr - Vorgänger der heutigen St. Sebastiani-Armbrustschützen-Gesellschaft Anno 1250 - auf einen vor der Burgmauer stehenden Baum abseilen und erschoß den Ritter Winnemar mit Bolzen und Armbrust.

Erschüttert durch den Tod ihres ruhmreichen Heerführers gaben die Brabanter die Belagerung Herzogenraths auf und zogen sich in ihr Land zurück. Der tapfere, unbekannte Herzogenrather Verteidiger wurde zur Heldenfigur und wird heute noch, nach über 700 Jahren, als "Schütz von Rode" geehrt.

Seit dem Jahre 1837 trägt die heutige über 750-Jahre bestehende St. Sebastiani-Armbrustschützen-Gesellschaft Anno 1250 Herzogenrath e.V. ihre jährlich zum 1. Juli-Wochenende sportlichen Wettbewerbe am Fuchsberg aus.

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